NLHE-Einzelspielstrategie mit kleinen Einsätzen: Preflop


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NLHE-Einzelspielstrategie mit kleinen Einsätzen: Preflop



NLHE-Einzelspielstrategie mit kleinen Einsätzen: Preflop

Einleitung

Nachdem ich mir das letzte kaum erträgliche Thema mit der 19 Starthände Strategie durchgelesen habe möchte ich ein Experiment wagen. Leider haben wir nicht mehr ausreichend Leute die interessante und informative Artikel schreiben und die dazugehörigen Diskussionen sind schal und nicht mehr aktuell. Ich lobe aok dafür, dass er einer der Wenigen ist, die weiterhin Artikel für uns schreiben, unabhängig davon, warum er das tut, sei es um für seine Site zu werben, sein Ego zu befriedigen, Affiliate-Gelder zu verdienen, was auch immer. Diese Details interessieren mich nicht.

Was mich dagegen interessiert ist die Tatsache, dass er und seine Unterstützer (Anhänger ist mittlerweile passé und beleidigend, daher die Änderung) argumentieren, dass die 19 Starthände Strategie nur für Anfänger geeignet ist, so dass sie ein möglichst einfaches Spiel spielen können, dass lediglich in lockeren und passiven Spielen effektiv ist.

Ich glaube all dies ist wahr. Es ist eine gute Idee zu Beginn eine einfache Strategie zu erlernen. TROTZDEM denke ich, dass die meisten Leute, die intelligent genug sind FTR zu finden, auch das Zeug haben direkt ein Tight-Aggressive Spiel zu spielen, bei dem sie die Position der Spieler am Tisch berücksichtigen. Weiterhin glaube ich nicht, dass Poker-Novizen zu dumm sind, ihr Spiel an verschiedene Tischbedingungen anzupassen.

Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung der Konzepte, auf denen mein Spiel während der letzten 120.000 Hände basiert, seit ich vor 4 Monaten begann ernsthaft NLHE zu spielen. Ich sehe mich nicht als „Shark“ an den Tischen. Ich sehe mich jedoch als starken Spieler und kann mit dem Spiel meinen Lebensunterhalt verdienen. In den vergangenen 4 Monaten (120.000 Hände) habe ich in den Cash Games auf Party Poker $12.000 verdient, mit einer durchschnittlichen Gewinnrate von 4 ptBB/100.

Es gibt hier tonnenweise Leute, die besser sind als ich und ich hoffe, dass sie diesen Artikel in der Luft zerreißen. Abgesehen davon, andere (und mich selbst) weiterzubringen, hoffe ich, dass dieser Artikel der Anstoß für andere gute Spieler sein wird, mehr Inhalt zu FTR beizutragen. Ich bin der Meinung, dass FTR ein unendlich besseres Forum ist als Two Plus Two, was und 2+2 aber meilenweit voraus hat sind deren unglaubliche „Pooh-Bah“-Artikel. Vor kurzem sprach ich mit einem verbannten FTR Mitglied darüber und wir waren uns einig, dass dies die größte Schwachstelle der FTR Foren ist.

Wow, der Artikel ist schon so lang und ich hab noch gar nichts geschrieben. Kleiner Haftungsauschluß: Dieser Artikel bezieht sich auf Cash Games mit neun oder zehn Spielern, mit Einsätzen von 25NL bis 200NL (an diesen Grenzen endet jeweils mein Erfahrungsschatz).

Tischwahl

Dazu kann ich nicht viel sagen, weil ich das nicht praktiziere. Ich finde es viel einfacher, spaßiger und fordernder, einfach an jedem Tisch zu spielen und mein Spiel der Beschaffenheit der Tische anzupassen. Es ist offensichtlich notwendig, sich von den „Sharks“ fernzuhalten, aber an einem Tisch mit zehn spielern sehe ich keine Notwendigkeit, speziell nach schwachen Spielern Ausschau zu halten. Wann immer ich spiele, suche ich mir einfach die Tische mit dem größten Pot.

Strategie vor dem Flop ('Preflop')

Die Strategie vor dem Flop sollte nicht immer die gleiche sein. Was man aus zwei gegebenen Karten macht ist ganz entscheidend abhängig von der Größe des Stacks (also wie viel Chips Du vor Dir hast), davon wie „tight“ oder „loose“ das Spiel ist, ganz wichtig ist die Position der Spieler, die bereits an der Reihe waren und noch wichtiger ist unsere eigene Position am Tisch. Die Position ist von ganz enormer Bedeutung, selbst wenn Du mit Leuten spielst, die so schlecht sind, dass sie das gar nicht realisieren. Je mehr Geld (relativ zu den Blinds) im Spiel ist und je besser Deine Gegner werden, um so größer die Bedeutung der Position.

Das soll nicht heißen, dass die Position auf 1.000NL wichtig ist, wo das Spiel hart ist und weniger wichtig auf 25NL, wo das Spiel mies ist. Es geht darum, dass die Gewinne, die man mit Bluffs und Semi-Bluffs in Position macht, mit den steigenden Einsätzen auch größer werden.

Die Position ist das wichtigste Kriterium eines guten Spielers, wenn er entscheidet, ob er eine Hand spielt. Hier ist meine grundlegende Strategie. Ich gehe sie zweimal durch, einmal für lockere Tische, einmal für straffe Spiele. Ein „lockeres Spiel“ ist das Kriterium für die 19 Starthände Strategie von aok: Ein durchschnittliches VPIP (voluntary put money in pot preflop = freiwillig gemachte Einsätze vor dem Flop) am Tisch von über 30% und mehrheitlich passives Spielen. Ein „strafferes Spiel“ bedeutet ein durchschnittliches VPIP von ungefähr 20% und mehrheitlich aggressives Spiel. Wenn Du bei einer der großen Seiten spielst, wo am Wochenende Hochbetrieb herrscht, werden die Spiele locker sein. Speilst Du dagegen nachmnittags unter der Woche auf einer kleinen Seite mit geringer Tischauswahl so werden die Spiele eher straff sein.

Wenn ich Preflop-Erhöhung sage, so meine ich einen festen Betrag. Bei kleinen Einsätzen (10NL/25NL/50NL) erhöhe ich auf 4xBB plus einen BB für jeden der vor mir mitgegangen ist. Man muss erhöhen wie ein Mann, ansonsten findet man sich zu häufig in einem Pot mit mehreren Spielern, und das ist nicht besonders profitabel. Wenn ich von einer erneuten Erhöhung oder „3bet“ spreche, dann meine ich das drei- bis vierfache der vorherigen Erhöhung. Wenn bereits erhöht wurde und jemand mintgegangen ist, so ist mindestens das vierfache als 3bet notwendig, unabhängig von der Stärke der Hand. Ein „Heads-Up“ Pot, also mit nur einem Gegner ist immer wünschenswert.

Starthände für lockere Tische, abhängig von der Position

UTG (1. am Zug preflop) - Für gewöhnlich erhöhe ich alle Paare ab 99. Manche gehen mit 99 und TT nur mit, ich nicht. Ich denke, dass diese als Überpärchen einen zu großen Wert besitzen. Um mit einem Pärchen das sich nicht verbessert zu gewinnen ist es notwendig einen oder zwei weitere Spieler mit einer Erhöhung zu isolieren. Was ungepaarte Karten angeht, so erhöhe ich AJs+, AQo+ und KQs. Wenn Du mit diesen Händen nur mitgehst, so musst Du später meist ein Pärchen außer Position gegen mehrer Spieler spielen, was weder lustig noch besonders profitables ist. Alle Pärchen 88 und darunter kannst Du in lockeren „fishy“ Spielen mitgehen. Passe alles andere. Sobald Dein Spiel besser wird, wird es auch profitabel große, zusammenhängende Karten in einer Farbe und Asse mit der Beikarte in derselben Farbe zu spielen, aber als Anfänger werden diese Hände nur Deine Varianz steigern und für Frustration sorgen.

MP (2. bis 5. am Zug preflop) - Erhöhe 99+, AJs+, KQs, wie zuvor und füge noch einige weitere Hände hinzu. Da die Chance, ab dem Flop als letzter am Zug zu sein zunimmt (weil Du dichter zum Button rückst) wird es profitabler auch AJo und KQo zu spielen, in fünfter Position würde ich sogar KJs und ATs hinzunehmen. Gehe mit allen Pärchen mit. Wenn vor Dir ein „Standard Gegner“ (Standard Gegner nennen wir ab jetzt diejenigen, die 10% ihrer Hände erhöhen und insgesamt 20% ihrer Hände spielen) erhöht hat, so gehe mit AQs, 99, TT und JJ mit, passe mit AJ, AQ und KQ und geh mit allen anderen Pärchen mit. Bist Du als zweiter oder dritter am Zug mit AA, KK, QQ oder AK, dann solltest Du fast immer erneut erhöhen um den anderen zu isolieren. Das aller letzte was Du möchtest ist mit Deinem AA die Erhöhung nur mitzugehen mit drei weiteren Spielern hinter Dir. AA gegen fünf ist kein Spaß und der Grund, warum Leute mit AA zu häufig all ihre Chips verlieren.

LP (Cutoff und Cutoff plus Eins) - Erhöhe alle oben bereits genannten Hände, unabhängig davon, wie viele Spieler bereits mitgegangen sind. Versuche mit einer starken Hand in Position einen Pot aufzubauen. In diesen zwei Positionen vor der letzten erhöhe ich normalerweise noch ATo, A8s+, KJo+ und KTs wenn schon andere im Pot sind. Wenn die Spieler in mittlerer Position nicht super passiv sind und uns dominierende Hände wie AK oder KQ nur mitgehen, so ist unsere Hand ein Favorit über deren. Kombiniert mit unseren Positionsvorteil bedeutet dies einen hohen Erwartungswert für uns. In diesen Sitzen kannst ebenfalls Gebrauch von zusammenhängenden Karten in einer Farbe und einem Ass mit schwacher Beikarte in derselben Farbe machen. Ist schon jemand mitgegangen, so gehe auch mit 54s, 86s, T7s und allen Assen in einer Farbe mit. Geh nach dem Flop mit diesen Händen nicht in die Falle und schau nach zwei Pärchen oder höher bevor Du eine Menge Chips in die Mitte legst. Gehe Erhöhungen nur mit den Händen mit, die ich schon für MP genannt habe. Mit Monstern wie AA, KK, QQ ist es okay eine Erhöhung nur mitzugehen, wenn Du Dir sicher sein kannst, dass ihr nur zu zweit den Flop sehen werdet. Bist Du Dir nicht sicher, dann erhöhe nochmals um zu isolieren. AK ist für mich immer eine Erhöhung. AK wird nur von zwei Händen dominiert, verliert aber viel an Wert, wenn Du nicht vor dem Flop eine Menge Chips in die Mitte bekommst.

Button (zuletzt am Zug) - Der Button ist selbstverständlich die Position, in der Die Bandbreite Deiner Hände die größte sein sollte. Am Button solltest Du mindestens zwei- bis dreimal so viele Hände spielen wie in UTG. Wenn vor Dir nur mitgegangen wurde, dann geh auch mit mit jeder Hand die irgendwie Potential hat: 43s+, 54o+, 64s+, 97o+ 85s+, alle Asse und Könige mit passender Beikarte. Die Hände mit denen Du Erhöhungen mitgehst, selbst erhöhst oder erneut erhöhst sollt4 diegleiche sein wie in LP und MP.

Eine weitere Sache die ich hier ansprechen möchte: Das Stehlen der Blinds. In den letzten zwei oder drei Positionen eines vollen Tisches an dem alle vor Dir gepasst haben solltest Du mit jeder irgendwie in Frage kommenden Hand die Blinds stehlen. Bin ich in LP und der Tisch passt vor mir, so erhöhe ich A8o+, A2s+, KTo+, K8s+, 98s+, J9s+, JTo+ und alle Pärchen einzig um die Blinds zu stehlen oder den Pot auf dem Flop mit einem weiteren Einsatz zu gewinnen. Dein Vorteil, dass Du in Position bist, ist so groß, dass Du, selbst wenn Dein Gegner eine bessere Hand hat, immer noch das Beste herausholen kannst, ob er nun mitgeht oder nicht.

Small Blind - Sei vorsichtig und spiele nicht zu viele Hände aus dem Small Blind. Klar, manchmal ist es nur ein halber Einsatz, aber dafür ist es auch der schlechteste Sitz am ganzen Tisch. Wenn der Tisch vor Dir nur mitgeht, so kannst Du mit jeder ausbaufähigen Hand auffüllen – zusammenhängende Karten in einer Farbe, Asse oder Könige mit passender Beikarte – passe mit Karten ungleicher Farbe wie A8 oder T7. Aus den Blinds solltest Du grundsätzlich weniger Hände erhöhen. Ist der Pot noch nicht erhöht, so erhöhe ich normalerweise AK und JJ+ und gehe mit den restlichen großen Karten und Pärchen einfach nur mit. Wurde vor mir erhöht, dann gehe ich mit allen Pärchen mit, erhöhe QQ+ und AK erneut und passe mit allen anderen Händen. Sitz derjenige, der erhöht hat in hinterer Position und gehört zu den lockeren Spielern, dann gehe ich mit allen Bildkarten in einer Farbe mit und erhöhe erneut mit AQo+, AJs+ und TT+. Ich nehm sogar noch mehr Hände dazu, wenn der erhöhende zu häufig die Blinds stiehlt. Wenn der komplette Tisch bis zu Dir passt, dann erhöhe jede brauchbare Hand, A9+, KT+, QJ und alle Pärchen. Vermeide es, nur mit zugehen, wenn noch niemand im Pot ist. Viele Big Blinds werden mit nahezu jeder Hand erhöhen, wenn Du dies zu häufig tust.

Big Blind - Die Bandbreite der Hände, mit denen Du Erhöhungen mitgehst und mit denen Du erneut erhöhst sollte dieselbe sein wie im SB. Der einzige Unterschied sind Konfrontationen von Blind zu Blind. Denke immer daran, dass Du die gesamte Hand in Position sein wirst. Bestrafe den Small Blind für ́s Mitgehen mit jeder brauchbaren Hand und gehe seine Erhöhungen mit einer größeren Bandbreite an Händen mit. Viele Leute erhöhen eine größere Bandbreite aus dem SB, wenn der Tisch bis zu ihnen passt und die Bandbreite der Hände mit denen Du spielst sollte dem entsprechen. Nimm einen Flop in Position und zerstör sie.

Starthände in strafferen Spielen

Ich halte es für wichtig, selbst für Neulinge, dass Du Dein Spiel an straffe oder lockere Tische anpassen kannst. Meine Strategie für straffe Spiele unterscheidet sich nur gering von der für lockere Tische, abgesehen von kleineren Faktoren:

- Ich eröffne (erhöhe als erster im Pot) alle Pärchen in jeder Position. Mit straffer werdenden Spielen steigen Deine Chancen, den Pot mit einem weiteren Einsatz auf dem Flop zu gewinnen. Wenn Du weiter in den Limits aufsteigst, dann wird es darüber hinaus einfacher alles Geld in die Mitte zu bekommen, wenn Du mit einem kleinen Pärchen auf dem Flop Dein „Set“ triffst.

- Ich stehle die Blinds häufiger, mit schwächeren Händen als ich zuvor genannt habe - Ich erhöhe erneut mit mehr Händen wie JJ, AQ, AJs und manchmal mit totaler Luft. Mit straffer werdenden Spielen verdienen nicht verbesserte AA und KK weniger Geld, damit wächst die Notwendigkeit, diese zu repräsentieren.

Zwingende Anpassungen vor dem Flop

Implizierte Gewinnchancen - Abgesehen von der Position das wichtigste in Cash Games ohne Limit, so wichtig, dass eine ganze Reihe unserer Entscheidungen vor dem Flop direkt davon abhängen. Wenn man eine Erhöhung mitgeht und eine Hand hat, die sehr wahrscheinlich dominiert werden wird, dann muss man seine implizierten Gewinnchancen analysieren, was in der Laiensprache heißt, “Falls ich diese Erhöhung mitgehe, werde ich dann GROSS absahnen wenn ich gewinne?”

Wenn Du eine Erhöhung mit 22 mitgehst, dann wird Deine Hand höchstwahrscheinlich dominiert. Tatsächlich solltest Du sogar HOFFEN, dass eine Hand wie AA Dich dominiert, denn wenn Du die Erhöhung mitgehst und der Flop dann T 8 2 dreifarbig kommt, dann gewinnst Du ziemlich sicher alle seine Chips. Genau da kommen die implizierten Gewinnchance ins Spiel. Wenn man entscheidet, ob man eine Erhöhung mit einem kleinen Pärchen mitgehen soll und ziemlich sicher dominiert wird, dann müssen die restlichen Chips effektiv mindestens 15 mal größer sein, als der Betrag den Du mitgehst. „Effektiv“ heißt, die geringste Anzahl Chips aller Beteiligten. Angenommen der Erhöhende hat $200 und Du hast $175, dann sind effektiv $175 im Spiel. Wenn Du eine Erhöhung von $7 mit 22 mitgehst gegen jemanden, der nur $50 hat, dann wirst DU auf lange nicht eine Menge Geld verlieren, weil Du ganz einfach nicht ausreichend bezahlt wirst, wenn Du den Flop triffst. Implizierte Gewinnchance vor dem Flop lassen sich genauso auf andere Hände anwenden, wie schwache ungepaarte Karten. In diesem Fall brauchst Du weit bessere Chancen, mindestens das 20- bis 25fache der Erhöhung.

In einem Spiel, in dem die Mehrheit der Spieler nur wenig Chips hat werden die meisten Hände, die gute implizierte Gewinnchancen benötigen, einen großen Teil ihres Werts verlieren. In solchen Spielen solltest Du einfach versuchen auf dem Flop das höchste Pärchen mit einem starken Kicker zu machen und dann All In gehen.

Wenn Du dagegen mit sehr viel Chips spielst (200BB und mehr), dann verzichte darauf hohe, ungepaarte Karten in verschiedenen Farben gegen andere mit ähnlich viel Chips zu spielen. Die einzigen Hände die es wert sind mit viel Chips gespielt zu werden sind diejenigen, die von den implizierten Gewinnchancen der vielen Chips abhängig sind. Geh lieber eine Erhöhung mit zusammenhängenden Karten einer Farbe und kleinen Pärchen mit und versuche eine 400BB Pot zu gewinnen.

Anpassungen an spezielle Spieler - Die Bandbreite der Hände, die erhöhen oder eine Erhöhung mitgehen nachdem andere Spieler am Zug waren sollten abhängig von den Spielern unterschiedlich sein.

Wenn ein ultra-straffer Spieler der fast nie erhöht mit einer Erhöhung in erster Position auftaucht, dann passe ich mit AQ, KQ und sogar AK ohne Zögern. Allerdings werde ich seine Erhöhung mit kleinen Pärchen und zusammenhängenden Karten einer Farbe mitgehen, wenn genug Geld im Spiel ist. Wenn Du den Flop voll triffst, so wirst Du demjenigen jedes mal seine gesamten Chips abnehmen.

Wenn ein ultra-lockerer Spieler ,der viel zu häufig erhöht, erhöht und ich in Position bin, dann gehe ich mit jeder brauchbaren Hand mit die ein hohes Pärchen machen kann, wie QJ oder KQ, und warte darauf, dass er seine Chips auf einem Bluff mit nichts auf der Hand zu mir schiebt. Genauso werde ich diesen Spieler mit einer Menge Hände erneut erhöhen, wenn ich das Gefühl habe, dass er ablegen kann.

Wenn ein ultra-passiver Spieler, der nie erhöht, in früher Position mitgeht, sei weniger erpicht darauf leicht dominierte Hände wie KT zu erhöhen. Leute wie diese gehen selbst starke Hände wie AK nur mit.

Das sind nur kleine Tropfen in dem Meer von Beispielen, in denen Du Dich anpassen muss.

Stehle die Blinds nur dann, wenn sie auch gestohlen werden können - Wenn lockere und passive Spieler in den Blinds sitzen, dann versuch ́s gar nicht erst. Andererseits, mit straffen Spielern in den Blinds, eröffne jede auch nur halbwegs vernünftige Hand. Deine Erhöhung jeder beliebigen Hand wird eine positive Erwartung zeigen.

Nun, das ist bereits ein sehr langer Artikel, also mache ich hier Schluss. Hoffentlich werde ich oder ein Besserer einen Anhang hinzufügen, der häufige Postflop-Situationen und -Entscheidungen beleuchtet. Poker unter Berücksichtigung der Position zu spielen bedeutet, dass man nach dem Flop gut spielen muss. Dort wird sich ein Anfänger abstrampeln, lernen, und schließlich seinen Gegenspielern am meisten zusetzen.

Viel Glück,

Renton