Theoreme für Limit Hold'em mit kleinen Einsätzen


  > 

Theoreme für Limit Hold'em mit kleinen Einsätzen



Theoreme für Limit Hold'em mit kleinen Einsätzen

"Poker ist ein Spiel mit Karten, Personen und Positionen" - Mehrere Quellen
"Es gibt nichts, was man gegen seine Karten tun kann" - Mehrere Quellen

Bedenke, gutes Kartenspielen Dich nur bis zu einem bestimmten Punkt bringen wird, wenn Dein ultimatives Ziel ist, so viele Punkte wie möglich zu machen.

Wenn ich den härtesten Tisch eines bestimmten Limits mit 1BB/100 schlage und ein anderer Spieler den einfachsten Tisch mit 3BB/100 schlägt, wer ist dann der bessere Spieler? Welcher der beiden wärst Du lieber?

"In einem Spiel ohne Mindesteinsätze ist derjenige der Dumme, der als Erster eröffnet, ohne ein unschlagbares Blatt zu haben." - Stellar Wind von 2+2

Falls jemand viel zu viele Hände spielt, was macht dann den Unterschied zwischen ihm und einem Mindesteinsatz aus? Falls alle Deine Gegenspieler einen zusätzlichen Mindesteinsatz leisten müssten, würdest Du bestimmt das Beste herausholen. Wenn ich die besten 5% meiner Hände erhöhe und beim größten Mist den Mindesteinsatz mitgehe, wäre ich dann vielleicht besser dran, wenn ich stattdessen nur den Mindesteinsatz leisten würde? Wie sieht es aus, wenn ich die besten 12% meiner Hände erhöhe, aber immer noch bei so gut wie sonst allem mitspiele? Wie viele furchtbare Spieler spielen genau so? Bedenke, wie einfach das auszubeuten wäre, mittels Spielen die gegen jede vernünftige Eröffnungsstrategie elend scheitern würden, wenn die Mehrheit der anderen Spieler mittelmäßig sind. Bedenke, wie diese Spiele Dein Image beeinflussen, wenn sie von mittelmäßigen Spielern gesehen werden, die sie nicht verstehen.

Wenn es an einem Tisch mit neun Spielern zwei Trottel gibt, wie viel Wert wird dann durch einen dritten Trottel zusätzlich geschaffen? Durch einen vierten Trottel? Gibt es bei Hold'em einen Punkt, ab dem kein Wert mehr hinzukommt oder sogar Wert verloren geht? Malmuth diskutiert dies in einer seiner Abhandlungen über Poker. Es gibt keine einfache Antwort, da dies wirklich von der Sitzordnung und davon abhängt, wie schlecht sie spielen, aber das Konzept bleibt gleich.

Falls die Mehrheit des Tisches irgendwie "blind" spielt, ändert sich die Dynamik beim Hold'em vollständig. Nun musst Du stärkere Hände aufbauen und Dich an diesen messen lassen. Die Ausbildung wird außerdem zum entscheidenden Faktor. Die Bücher von Jones und Miller adressieren Spiele wie diese. Viele Onlinespiele, 2/4 und höher, passen jedoch nicht so ganz in dieses Raster. Viele Spieler spielen in diesen nicht optimal, da sie versuchen, Trottel auszubeuten, die nicht da sind.

"Falls sonst alles gleich ist, fließt das Geld am Tisch in Richtung derjenigen Spielern in Position" - Mike Caro (umschrieben)

Okay, es gibt also Trottel in meinem Spiel, die Geld verschleudern, wo geht dieses Geld hin? Wer bekommt den größten Teil dieser Werte? Der Typ mit Position auf ihn für jede Hand bis auf eine. Berücksichtige, dass sich der Trottel im Small Blind, wo wir keine Position haben, oft dadurch Geld spart, dass er eröffnet indem er mitgeht. Ansonsten erhöht er und wir erhöhen entweder weiter oder steigen aus.

In einem Spiel mit drei Spielern ändert sich diese Dynamik. Sie möchten den Trottel zu Ihrer Linken haben. Yao geht dazu in seinem Buch in die Tiefe (Seiten 254-255).

Fnords Erstes Theorem zur Position:
Der Vorletzte am Zug zu sein ist nicht annähernd so attraktiv, wie der Letzte am Zug zu sein


Als letzter am Zug hast Du die Möglichkeit eine freie Karte zu nehmen. Eine große Sache, wenn Du eine schlechten Flop mit mehreren Gegners bekommen hast, auf dem Du gern einfach Deinen Zwei- Outer genommen hättest. Weiterhin ist es schwieriger Dich auf eine Hand zu setzen wenn Du einen Einsatz bringst, weil man das ohnehin von Dir erwartet hat.

Bist Du aber als Vorletzter am Zug, dann wird derjenige am Button eine große Bandbreite an Händen anspielen, wenn alle vor ihm checken, und selbst einigermaßen passive Spieler werden in diesem Moment ausreichend bluffen und Dich damit Geld kosten.

Und schließlich hast Du auch eine Chance weniger Dich von einer Hand zu trennen, abhängig von dem was vor Dir geschah.

Fnords zweites Theorem zur Position:
Ein ungepaartes Ass beim River außer Position zu halten, ist ätzend


Hat jemand einen brauchbaren Vorschlag? Das Beste, was ich dazu sagen kann ist, dass es eine schwierige Lage ist - aber eine solche, die man durch die Wahl des Sitzplatzes lindern kann.

Fnords Drittes Theorem zur Position:
Falls der Spieler zu Ihrer Linken in einem Onlinespiel wieder und wieder einen Cold Call unternimmt, erwäge, einen besseren Tisch zu finden.


Während er vermutlich große Fehler macht und Du ihm vermutlich Geld abnehmen kannst, so schwimmst Du doch gegen den Strom. Mit anderen im Pot, so können seine Fehler euch beide Geld kosten! Ausserdem geht er Deine Erhöhungen sicher mit einer geringeren Bandbreite mit als er es ohne Erhöhung tun würde. Mit vertauschten sitzen würdest Du ihn blind ausrauben.

Handwerte sind relativ zu dem, was vor Dir geschah.
"Wirkliches Geld wird beim Hold'em nach dem Flop gewonnen und verloren"
- Mehrere Quellen
"Es gibt sechs Positionen: EP, HJ, CO, BN, SB, BB" - Tommy Angelo (umschrieben)

Einleuchtend, aber leicht zu übersehen. Besonders, wenn Du in hinterer Position versuchst, nach einer Tabelle zu spielen. Was ist die +EW (Erwartungswert) Bandbreite, wenn ein Spieler vor Dir mitgeht, der jeden Schrott mitgeht, aber seine starken Hände erhöht? Zwei Spieler? Straffe Spieler in den Blinds? K9s kann ein Monster sein. AQo kann Klopapier sein.

Ein Weg, Limit Hold'em zu sehen, ist als eine Sprache mit vielen Dialekten. Die besten Spieler bekommen die Dialekte derjenigen um sie herum heraus und nutzen diese Information schamlos aus. Ideales Spielen holt nicht das Maximum aus einem Spiel heraus. Ausbeutung dagegen schon.

Typen, die an vielen vollen Tischen spielen

Es sind viele dieser Typen online und sie spielen einen Stil, der praktisch einzigartig nur in dieser Umgebung existiert. Sie geben kleine Vorteile auf, um an so vielen lockeren Tischen wie möglich zu spielen. Was sie an Wert verpassen, machen sie an Volumen wett. Was lassen sie sich entgehen? Sie tendieren dazu, vor dem Flop etwas Geld zu verlieren (leichter, auf eine Bandbreite an Händen zu setzen), sie stehlen weniger und verteidigen weniger. Sie respektieren außerdem Erhöhungen und tendieren weniger zu Cold Calls, sie erhöhen nur moderat erneut und lassen sich nur selten in eine Hand mit einem guten Spieler ein. Wenn sie solche Sachen zu tun versuchen, dann machen sie oft Fehler aufgrund von geringer Übung, Ablenkungen und unvollständigen Informationen (wow, er hat A6o erhöht, dem gebe ich die Maniac-Behandlung). Diese Typen sind perfekt, um ihnen Position zu geben. Interessanterweise ist diese Art des Spiels beim B & M weniger verbreitet, da die gleichen Spieler dort aus schierer Langeweile (wenn sie sonst keinen Grund haben) mehr grenzwertige Positionen ausspielen. Die besten Multi-Tischler sind jedoch in der Lage, dies zu tun, ohne große Werte zu verlieren.

Der beste Sitzplatz für einen harten Gegenspieler ist gegenüber am Tisch

Wenn Du erhöhst, dann benötigt aufgrund seiner Position eine starke Hand um zu spielen. Er wird keinen Krieg mit Dir in den Blinds führen und andere Dinge machen sicher genug Lärm, um aus ihm einen geringfügigen Faktor zu machen. Sollte er zu Deiner Rechten sitzen, dann wird er (allgemeiner Weisheit folgend) Deinen Button und Deine Blinds stehlen.

Schnelle Online-Tischwahl

- Tische mit mehreren guten Spielern lassen sich mit einer ordentlichen Vergleichsmenge von anderen Tischen/Sitzungen leicht erkennen
- Gute Spieler tendieren zu cleverem Geld-Management, daher gilt:
- Jeder, der weniger als 10BB vor sich liegen hat, ist extrem verdächtig
- Jeder der sich für einen anderen Betrag als den Standardbetrag von 25BB einkauft, ist ebenfalls verdächtig Falls sich jemand mit $126 in ein 2/4-Spiel setzt, dann ist das vermutlich das gesamte Geld in seinem Konto.

- Einem Spieler mit sehr wenig Chips Position zu geben ist kein Thema. Er wird vermutlich bald Pleite gehen, indem er eine schöne Starthand auswählt und diese bis zum Ende ausspielt
- Jeder in einer Hand (also außerhalb der Blinds) ist mit größerer Wahrscheinlichkeit der Trottel am Tisch.
- Im Zweifel, schau dich woanders um
- Es kann nicht viel schief gehen, wenn Du dem Multi-Tisch Rock Position gibst und siehst, was passiert